Einer der klassischen Klettersteige im Gebiet der Raxalpe und auch einer der schönsten Aufstiege im Höllental.
Die Raxalpe wie auch der Schneeberg gehören zu den Wiener Hausbergen und befinden sich westlich der Wiener Neustadt und nördlich des Semmerings. Zwischen beiden verläuft das wildromantische Höllental. In einem südlich in die Rax hineinführenden Seitental, dem Großen Höllental, beginnt der Teufelsbadstubensteig.
Parkplätze befinden sich an der Straße im Höllental, entweder direkt zu Beginn des Großen Höllentals oder Richtung Gloggwitz hinter dem Lawinentunnel. Übernachtung ist nicht notwendig, die Tour ist an einem Tag zu schaffen. Für weitere Aktivitäten auf der Raxalpe ist die Übernachtung auf dem Ottohaus möglich.
Vom Parkplatz östlich des Lawinentunnels über die
Straße und kurz den Waldhang hoch bis zum ersten Abzweig
nach rechts (gelbe Markierung). Nun oberhalb des Tunnels auf
schmalem Pfad bis zur langen Leiter der
Schönbrunner Stiege. Danach ohne
wesentliche Höhenunterschiede weiter, bis man auf den
Hauptweg durch das Große Höllental
trifft. Auf diesen weiter bis zum Abzweig links zum
Klettersteig und in wenigen Minuten zum Einstieg am
Wandfuß (roter Farbpunkt; gut eine Stunde Gehzeit).
Der Teufelsbadstubensteig beginnt mit einer
links ansteigenden Rampe. Auch der Rest des Steiges
verläuft insgesamt immer links ansteigend. Höhepunkt
ist natürlich die lange Leiter, die unter einen
Überhang führt. Zum Schluss quert man eine recht
steile Schotterrinne, gelangt kurz darauf auf einen
bewachsenen Waldrücken und folgt diesem bis zum
Wachthüttelkamm
(etwa 1½ Stunden).
Der kürzeste Weg wieder zurück zum Parkplatz ist
der Abstieg über den Wachthüttelkamm
(versicherter Steig, ca. 1½ Stunden).
Wenn man zeitlich gut im Rennen ist, bietet sich der Abstecher
zum Ottohaus an (etwa 1½ Stunden
hin und knapp 1 Stunde zurück).
Der Teufelsbadstubensteig ist durchweg ein leichter Klettersteig (einzelne Stellen B nach österreichischer Klettersteigskala). Die erste Hälfte ist ausreichend mit Drahtseilen versichert. Im oberen Teil lassen die Sicherungen nach. Gerade im Bereich der steilen Schotterrinne heißt es also verstärkt Obacht geben. Ein Fehltritt hier und es geht direkt zurück nach Los...
Der Steig ist schön angelegt und kann von Geübten
durchaus frei gegangen werden. Bei der Variante über
Ottohaus und Rax-Seilbahn
muss der Rückweg zum Parkplatz am Großen
Höllental bedacht werden (Bus-Fahrplan,
zweites Auto).
Ich habe mich von meiner Frau am Beginn der Tour absetzen
lassen. Sie und unsere Tochter benutzten die Alternative der
Rax-Seilbahn und wir trafen uns dann am
Ottohaus. Von dort ging es dann gemeinsam
wieder zurück zu Seilbahn.
Letzte Änderung: 13.10.2008
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