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Klettern Hochtor

Die Hochtorgruppe bietet, wie das gesamte "Xseis", eine ganze Menge schöner Touren. So auch leichte Klettereien wie beispielsweise über den "Rossschweif" auf das Hochtor - was unter Umständen aber eine langfristige Angelegenheit werden kann.

Lage

Das Hochtor ist die höchste Erhebung des Gesäuses (Ennstaler Alpen). Die nach ihm benannte Hochtorgruppe befindet sich im Zentrum des Gesäuses, südlich der Enns.
In östlicher Gipfelfalllinie befindet sich ein imposanter Kessel, der Tellersack. Dieser wird nach Norden von einem langen geschwungenen Grat begrenzt, dem Rossschweif.

Ausgangspunkt/Übernachtung

Zeltplatz Forstgarten am westlichen Ortsende von Gstatterboden;
Hesshütte (1699 m) in der Hochtorgruppe.

Aufstieg

Zur Hütte: Wasserfallweg (Klettersteig A-A/B)
Östlich von Gstatterboden beginnt an der Kummerbrücke ein markierter Wanderweg zur Hesshütte, der sogenannte Wasserfallweg. Dieser ist im Bereich der Wasserfallwand ein leichter und gut versicherter Klettersteig mit interessanten Tiefblicken (A bis A/B). An seinem Ende weiter durch die Ebnesangeralm zur Hütte (1125 Hm, 3½ Stunden).

Zum Gipfel: Rossschweif (UIAA 1-3)
Von der Hütte dem ausgeschilderten Weg zur Peternscharte gut 10 Minuten folgen. An dieser Stelle reichen die felsigen Ausläufer des Rossschweifs bis hinab zum Weg und ein Pfeil mit den Initialen RossSchweif kennzeichnet den Einstieg. Den breiten Rücken überwiegend rechtshaltend über Schrofen, Platten und kurze Steilstufen hinauf bis der Rücken sich zu einem Grat verjüngt hat. Wenn man sich sicher fühlt, können die ersten leichten Seillängen am Grat noch frei weiter gegangen werden, bis man zu einer kurzen Abseilstelle gelangt (H).
Nun immer der logischen Linie des Grates folgen, ohne es sich unnötig schwer zu machen. Die Schlüsselstelle (UIAA 3) ist ein etwa 3 Meter hoher Steilaufschwung an einer der schmalen Stellen des Grates. In Brusthöhe stecken zwei Normalhaken. Tritte sind sehr mager, Griffe werden nach oben immer besser.
Der darauffolgende Riesenturm auf einer Reibungsplatte wird links umgangen. Kurz danach folgt die letzte Reibungsplatte unter einem Steilaufschwung (H). Dort rechts um die Ecke queren und auf breitem Band bis zu einer brüchigen Rinne steigen (zwischendrin hat das Band noch eine unangenehme Unterbrechungsstelle). Am Ende der Rinne weiter direkt auf den Grat hinauf und diesem in zunehmend leichter werdendem Gelände zum Gipfel folgen (670 Hm, 3-7 Stunden).

Abstieg

Vom Gipfel den gut markierten und mit reichlich Stahlseil versehenen Josefinensteig zurück zur Hesshütte ((Kletter-)Steig A/B, etwa 2 Stunden).
Alternativ zum Wasserfallweg kann von der Hütte auch nach Süden nach Jonsbach abgestiegen werden. Dieser Weg ist zwar etwas länger, aber dafür leichter und hat weniger Höhenmeter (825 Hm, etwa 2 Stunden im Abstieg).

Absicherung

Im ganzen Grat sind nur an sehr wenigen Stellen Haken vorhanden. Ein Satz Klemmkeile und ein paar Bandschlingen sollten deshalb mit dabei sein. Allerdings wird der Fels für Stand- und Zwischen­sicherungen nach oben hin etwas schlechter und brüchiger.

Bemerkung

Es ist ein schöner, aber auch elend langer Grat. Optimal für eine Zweierseilschaft, die auch zwischendurch mal seilfrei gehen kann.
Wir haben diese Tour zu dritt gemacht. Außerdem begannen wir ziemlich zeitig mit Sichern und hörten auch erst sehr spät damit auf. Das Ergebnis: 9 Stunden Kletterzeit vom Einstieg bis zum Gipfel, den wir erst 17:15 Uhr erreichten!
Dann noch zwei Stunden Abstieg bis zur Hesshütte, kurzer Bierstop und nochmal zwei Stunden Abstieg nach Jonsbach (davon gut eine Stunde im Dunkeln). Dort kamen wir kurz nach 22:00 Uhr ziemlich platt an und wurden dankenswerterweise von meiner Frau mit dem Auto abgeholt. - So schnell werd' ich diese Tour wohl nicht vergessen.

Karte


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Zusätzliche Infos

Kurz-Info

Tourtyp:
Klettertour
 
Land:
Österreich
 
Gipfel:
Hochtor
 
Höhe:
2369 m
 

Einstieg

Einstieg Rossschweif

Anfangs ist der Grat noch wenig ausge­prägt und es geht über­wiegend über Schro­fen und Plat­ten hinauf.

Reibung

Rossschweif

Der obere Teil des Grates ist durch zwei schöne Reibungs­platten geprägt. Allerdings lassen sich diese kaum absichern und erfordern einiges Vertrauen in die eigenen Vibram-Sohlen.

Gipfel

Hochtor

Nach fast genau 9 Stunden Kletterei endlich am Gipfel. Nun liegen nur noch gut 4 Stunden Abstieg nach Jonsbach vor uns ...

Links

Topo, Beschreibung und Bilder auch unter
bergsteigen.at

 
 

Letzte Änderung: 03.10.2008

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