Als Sächsische Schweiz wird das Gebiet links und rechts
der Elbe zwischen der deutsch - tschechischen Grenze und der
sächsischen Kreisstadt Pirna bezeichnet. Hier befindet
sich das wohl größte Klettergebiet der deutschen
Mittelgebirge. Weit über 1000 Gipfel verteilen sich auf
die verschiedenen Gebiete. Die lohnendsten sind dabei das
Bielatal, das Schrammsteingebiet und die Affensteine sowie das
Gebiet von Rathen. Die Felsen bestehen durchweg aus
Sandstein. Die bekanntesten von ihnen sind
der Falkenstein (über 100 m hoch),
der Teufelsturm (kein Weg leichter als VIIa)
und die Barbarine. Letztere ist allerdings
seit 1975 gesperrt, nachdem ein Blitz den Gipfelkopf gespalten
hatte.
DAV - Hütten
des SBB
im Bielatal, Anmeldung über
und in Saupsdorf, Anmeldung über
Arthur TreutlerZeltplätze in Königstein oder im Kirnitzschtal; da diese Plätze relativ klein sind, empfiehlt sich eine Voranmeldung.
Die Sächsische Schweiz gilt als die Wiege des
Freikletterns. Anfang des 20. Jahrhunderts legten die hiesigen
Kletterer sich selbst ein sehr strenges Regelwerk auf, welches
von seinen Grundgedanken her bis heute gültig geblieben
ist. Dieses beinhaltet u. a. den strikten Verzicht auf
technische Hilfsmittel, die Neuerschließung von Routen
generell von unten nach oben, kein Anbringen von
nachträglichen Haken / Ringen... Eine kurze
Zusammenfassung dieser Regeln findet man in jedem besseren
Führer. Ebenso ist die Verwendung von Klemmkeilen und
Magnesia sowie das Klettern bei nassem Fels
verboten.
Empfehlenswert ist der vor einiger Zeit wieder neu
erschienende "Kletterführer Sächsische
Schweiz" vom Berg- & NaturVerlag Peter Rölke. In
6 Bänden werden alle Gipfel und Wege beschrieben.
Außerdem existieren eine ganze Anzahl von Auswahl- und
Topoführern.
Bei 1100 Gipfeln mit rund 16800 Wegen ist es natürlich
sehr schwer zu sagen, welche davon lohnend sind. Die
aufgeführte Auswahl ist deshalb sehr subjektiv.
Letzte Änderung: 21.02.2007
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